Einblicke in Emmerthal: Rückbau des Kernkraftwerks
- Elisabeth Meyer
- 23. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Für mich als Kind der 80er Jahre ist das Kernkraftwerk in Grohnde eine Institution, die unsere Landschaft vor Ort stark prägt. Doch mit der politischen Entscheidung das Kraftwerk nicht mehr zur Stromerzeugung zu nutzen und vom Netz zu nehmen, folgte die Entscheidung es zurückzubauen.
In Begleitung von Henry von Klencke (Bürgermeisterkandidat für Emmerthal), Heike Schwiegmann (Ratsfrau Gemeinde Emmerthal) und Lothar Hahlbrock (Ortsbürgermeister Grohnde) konnten wir uns heute vor Ort intensive Eindrücke verschaffen.
Vor einigen Wochen meldeten wir uns zur Sicherheitsüberprüfung an und heute früh um 8 Uhr wurden wir von der Standortkommunikatorin in Empfang genommen. Nach einer weiteren Sicherheitsunterweisung und einem Fragenkatalog wurden wir von der Kraftwerksleitung begrüßt. In den folgenden Stunden haben wir einen sehr eindrucksvollen Rundgang gemacht und interessante Einblicke bekommen.
Beim Rückbau des Kernkraftwerks handelt es sich um einen jahrzehntelangen Prozess, der Ingenieurskunst, Strahlenschutz, sehr viel schweißtreibende Arbeit und viele weitere Themen vereint. Denn Rückbau heißt nicht einfach „Abriss“. Es ist der schrittweise Abbau aller nuklearen und konventionellen Anlagenteile. Geplant ist der Rückbau bis zum Jahr 2039.
Unterschiedliche Arten von Abfällen, Recycling, Logistik, Arbeitskräfte; dieser Rückbau ist komplex und die Richtung ist eingeschlagen. Ein Zurück gibt es nicht mehr.
Herzlichen Dank an die Kraftwerksleitung und die leitenden Angestellten, die sich einen ganzen Vormittag Zeit genommen haben, um uns mitzunehmen und uns diese Einblicke ermöglicht haben. Danke für den sehr offenen und zugewandten Austausch.
In Emmerthal ist so viel möglich. Man könnte sagen, es wird Platz gemacht für Neues. Wir werden den Prozess eng begleiten und wollen die Chancen ergreifen, die sich hier bieten.
PS: Ein Kamerateam hätte wirklich sehenswerte Szenen eingefangen, aber es versteht sich von selbst, dass Handys im Gebäude nicht zur Dokumentation verwendet werden dürfen und, dass es in unser aller Interesse ist, dass der Rückbau in streng geschütztem Rahmen abläuft.
Foto v.l.n.r.
Christoph Bunte (Teilbereichsleiter Entsorgung), Heike Schwiegmann (Ratsfrau, Gemeinde Emmerthal), Lothar Hahlbrock (Ortsbürgermeister Grohnde), Elisabeth Meyer (Landratskandidatin Hameln-Pyrmont), Dominik van Meegen (Fachbereichleiter Rückbau), Henry von Klencke, (Bürgermeisterkandidat Gemeinde Emmerthal), Jörg Bornemann (Leiter der Anlage, Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde)



Kommentare